Industriell hergestellte Suppen
bieten bereits alles für den kompletten Genuss, aber wer noch eine
Extraportion Fleich wünscht, für den haben wir einige Tipps:
Wurst: Zu vielen Suppen und Eintöpfen passt die gute alte Bockwurst
oder Wiener. Pikanter und auch raffinierter wird’s, wenn Sie auch in die
Wursttheke anderer Ländern greifen: Einen Hauch von Knoblauch gibt z.B.
Cabanossi, die man nur in Scheiben schneiden und kurz mit erhitzen muss.
Scharf-pikant schmeckt spanische Chorizo oder ungarische Debrecziner; beide
kann man etwas länger mit garen.
Fleischklößchen: Klößchen
sind (fast immer) eine runde Sache und bei Groß und Klein beliebt. Die
kleinen Bällchen gibt es tiefgefroren, aber man kann sie auch selbst ohne
großen Aufwand zubereiten. Aus frischer, ungebrühter Bratwurst entstehen sie
buchstäblich im Handumdrehen: Einfach das Innere aus der Pelle portionsweise
in eine beschichtete Pfanne schieben und in wenig Fett rundum goldbraun
braten. Oder direkt in den Eintopf oder die Suppe gleiten lassen und darin
garen. Für duftende Kräuterklößchen das Brät in eine Schüssel drücken und
mit gehacktem frischem Rosmarin, Thymian und Majoran mischen. Mit feuchten
Händen Kugeln formen und braten oder in Brühe gar ziehen lassen.
Hackklößchen auf Vorrat:
Bereitet man die würzigen Bällchen auf Vorrat zu, hat man immer eine
schnelle und sättigende Suppeneinlage parat. Dafür Hackfleisch mit Ei, Salz,
Pfeffer und Gewürzen sowie Senf verkneten. Kleine Bällchen formen und braten
oder in Instantbrühe gar ziehen lassen. Einen Teil gleich verwenden, Rest
abkühlen lassen und in Gefrierdosen oder -beutel füllen. So halten sie sich
gut 2 bis 3 Monate.
Durchwachsen: Für Eintöpfe
oder Gulaschsuppe nimmt man am besten durchwachsenes Fleisch wie etwa die
„flache Schulter“, die aus der Schweineschulter geschnitten wird. Denn gut
mit Fett marmoriertes Fleisch wird saftiger und zarter beim Kochen und
Schmoren. Genau darum ist auch die Fehlrippe keineswegs fehl am Platz,
sondern im Gegenteil ideal für Gulaschsuppe: Das Zungenstück vom Rind wird
beim Schmoren schön mürbe und gibt viel Aroma.
Rind- oder Schweinefleisch am besten zuerst anbraten. Dafür die
Fleischwürfel portionsweise nach und nach in heißes Öl geben, damit die
Temperatur nicht zu stark absinkt. Sonst zieht das Fleisch Flüssigkeit und
wird leicht zäh. Zwiebeln erst zufügen, wenn das Fleisch schon gut gebräunt
ist. Danach gießt man das Fett ab und gibt sonstige Zutaten wie Suppengrün,
andere Gemüse sowie die Flüssigkeit dazu.
Speck: Eine schnelle
Möglichkeit, Eintöpfen mehr Gehalt und einen kräftig-deftigen Geschmack zu
geben: Durchwachsenen Speck würfeln, anbraten und mitgaren. Je nach Rezept
kann man auch das Speckstück im Ganzen im Eintopf mit köcheln lassen, es
anschließend in Scheiben schneiden und mitessen. Selbst zu eher feinen
Suppen passt der deftige, fette Speck: Dann würfelt man ihn besonders klein
und brät ihn separat in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe langsam
rundum knusprig braun. Zum Schluss in die fertige Suppe streuen.
Abdruck honorarfrei; Beleg erbeten.